Landy Parade

Landy-Wetter. 80 Defender-Modelle und ganz viel Austausch. Ein tolles Treffen bei bescheidenem Wetter. 20171105_115206

Im dichten Regen rollten einige dutzend Land Rover Defender auf den Parkplatz des Luzerner ACE Cafés. Nach Zählungen der Veranstalter waren es rund 80 Fahrzeuge. Neben Land Rover Series fanden sich Heritage Modelle sowie fast jedes andere Defender-Modell zum Stelldichein zusammen. Eine lustige Runde wurde es. Bei ACE-Burgern, Hotdogs und heissem Kakao für die Kids fand ein weiteres Land Rovers of Switzerland Treffen statt.

Da Bilder mehr aussagen, hier das Facebook Video vom ACE Café.
https://www.facebook.com/plugins/video.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Facecafeluzern%2Fvideos%2F1462182670555447%2F&show_text=0&width=560

Und immer wieder faszinierend: Jedes Auto sieht anders aus. Individuell wie seine Besitzer.  Also, bis zum nächsten Mal.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Advertisements

Zum Glücklichsein bedarf es wenig

Die Türen fallen mit einem satten „Klock“ ins Schloss, die Motoren starten mit ihrem fetten Sound und die Gesichter fangen an zu grinsen. Es könnte fast wie bei einem normalen Landrover Treffen sein. Doch dieses Mal sind es die Bewohner des Züriwerks, die hier besonders glücklich grinsen.

Der Landy Ride mausert sich langsam und wird bereits in seiner zweiten Durchführung zur Tradition des Landrovers of Switzerland Clubs. Babs Glück hat ihn aus der Taufe gehoben und zusammen mit Kurt Schatt etabliert. Er ist mehr als nur ein Clubtreffen mit unseren Landys und Austauschplattform für Aus- und Umbauten. Es ist ein Anlass, bei dem wir vom Club wenigstens einigen Menschen mit geistiger und körperlicher Beeinträchtigung das Leben versüssen. Ein Stück Verantwortung ist es, das wir hier wahrnehmen und ein Dankeschön an die Betreuer für ihren grossartigen Einsatz.

Damit das Glück auf die Gesichter kommt, ist eigentlich nicht viel nötig. 20 Landrover – vom Serien Fahrzeug bis zum Defender und Discovery – kamen aus Österreich, dem Berner Oberland, Graubünden und anderen Kantonen der Deutschschweiz ins Zürcher Oberland. Allein das Line-up am Züriwerk war ein Augenschmauss. Bratwurst, Kaffee und Kuchen, tollende Hunde und vor allem viel Zeit mit den Bewohnern kamen noch hinzu. Viel Freude bei allen Beteiligten inklusive.

Die Ausfahrt rund um den Bachtel war dann der Höhepunkt des Tages. Und der für Fahrer und Beifahrer besondere Moment. Und das freudestrahlende Züriwerk-Pärchens, dass die Daumen in die Luft reckten und vor Freude „Das war soooo cooool“ jauchzte, das war Dank genug.

Ausfahrt zur Auffahrt

Was gibt es Schöneres, als nach wundervollen Passstrassen am Feuer ein kühles Bier zu geniessen und im Schatten der Alpengipfel einzuschlafen. Nicht viel, eben drum genossen wir das Auffahrt-Wochenende in den französischen Alpen.

Auf geht's

Drei Landys, vier Erwachse, drei Kids und vier Hunde machen sich auf den Weg.

Drei Landys, vier Erwachsene, drei Kinder und vier Hunde rollten vom Brünigpass aus durch die Alpen. Kilometer um Kilometer, Haarnadelkurve um Haarnadelkurve ging die Reise verschiedene Pässe hoch und runter bis in die Region des Mont Blanc.

Neben dem klassisch-kitschigen Anblick der pitoresken Dörfer, der schneebedeckten Berggipfel begeisterten uns vor allem die vielen wahnsinnig tollen Momente, in denen wir die Einsamkeit und Ruhe in den Bergen geniessen konnten.


Abseits der Strassen die Berge zu erklimmen, das Zelt da aufzuschlagen, wo wir wollten – das war das einzigartig erholsame. Und wenn dann noch aus der Kühlbox das eiskalte Bier hervorgezaubert wurde – hach…

Campingplatz Les Chapieux

Auf 1560m üNN das Lager aufzuschlagen, die Murmeltiere pfeifen zu hören und den Bach rauschend an der Seite zu haben – unbezahlbar.

Danke, Barbara, Miriam und Kurt (der Tourführer) für diese tolle Zeit. Die Kids, ich und Hund haben es genossen!

Lehrstunden

Der wahre Meister sitzt nicht am Steuer, sondern unter der Motorhaube. Alle Jahre wieder lerne ich an der Offroad Fahrschule des ACR Rafzerfeld Demut.

Aufwärmen: Nach einer Einlage im Kies, quietscht das Auto wie Sau.

Das Auto ist zu soviel in der Lage und der dusselige Fahrer macht es zunichte. So zog sich etwa der Defender nach dem Test mit 2bar Druck in den Pneu mit 1.4bar fast alleine den Steilhang hoch. Und runter arbeitet der erste Gang in der Untersetzung gegen hohes Tempo an. Bremsen heisst da verlieren. Nämlich die Kontrolle über den Grip und die Traktion. Wie gut, dass man das auch trainieren kann, bevor man tatsächlich vor der Herausforderung steht.

Technikwunder

Wahrhaft beeindruckt war ich von der elektronischen Steuerung der teilnehmenden SUV. Zum Beispiel der Hangabfahrtassistent. Der reguliert alles. Also wirklich alles. Aber Spass macht es denn doch erst, wenn man denken, schalten und walten muss.

20170408_120717Doch halt. Das wahre Wunder ist ja mein Defender. Denn egal wie, erst durch massiven Unsinn durch mich und viel Absicht, frass er sich im Kies fest. Dabei sollte er doch „geborgen“ werden. Doch ob mit Difflock oder ohne, mit Untersetzung oder ohne, er wollte nicht stecken bleiben. Dafür aber blieben Kiesel in der Bremse hängen.

Und wieder einmal

Dank an den ACR und das super Team! Es waren grossartige Trainings, tolle Instruktoren und ein genialer Samstag mit Euch. Bis nächstes Jahr!

Dem Landy zum Grusse

Porsche-Fahrer grüssen sich mit lässig aufgerecktem Zeigefinger. Motorradfahrer grüssen einander – hier ein historischer Abriss über das „Warum“. Also liegt es nahe, dass sich auch die Landrover Fahrer gegenseitig grüssen.

Und das tun sie auch. Gerne und teils mit grossen Enthusiasmus. Winken, aufblenden der Schein- und Arbeitsscheinwerfer, kurz nebeneinander fahren und grinsen, Konvoi fahren, blinken… Egal. Hauptsache man grüsst. Keine grosse Sache also.

Die Sache mit dem Grüssen

Soweit so schön und gut. Spannend wird es, wenn ich Unterhaltungen zu dem Thema grüssen mitbekomme. Plötzlich wird es doch ein Thema. Discovery Fahrer beklagen sich, dass Defender Fahrer zu arrogant sind, um zu grüssen und umgekehrt. Series Fahrer beklagen sich, dass die Buckelhauber nicht grüssen und umgekehrt. Evoque und Range Rover Fahrer sagen das gleiche und sowieso. Es scheint, das diese Angelegenheit tatsächlich ein grosses Thema sein kann. Oder zum Thema gemacht wird, wenn andere Themen ausgehen. Und deshalb widme ich diesen Beitrag diesem Thema. Einfach so.

Nix besonderes

Gehen wir also einen Schritt zurück. Wahrscheinlich grüssen die in Vereinen oder Gruppen organisierten Damen und Herren immer, wenn Landrover in Sichtweite sind. Sonst wären sie nicht organisiert. Dann sind da die Menschen, die einfach nur ein geiles Auto – also Landrover – fahren wollen und denen die Gemeinschaft total egal ist – die werden nie grüssen. Dann gibt es auch das ein oder andere ranzige Gemüt, der einfach keine Lust hat, anderen zuzuwinken. Oder die, die das nicht mitbekommen und deshalb nicht grüssen. Und dann die, die immer und überall grüssen. Eine bunte Mischung also, so wie in allen gesellschaftlichen Gruppen eben.

Beobachtungen

Ich grüsse gerne die, die einen Landrover fahren. Warum auch nicht. Tut nicht weh und im Zweifel freut sich jemand. Mir persönlich ist dabei ein kleiner Landesunterschied aufgefallen. In Frankreich wird gewunken, dass die Heide wackelt. In Deutschland schon sehr intensiv und deutlich öfter, als in der Schweiz. In der Schweiz grüssen vornehmlich die Series und Defender (Alle Varianten und Modelle eingeschlossen) Fahrer und dann die Landrover Oldtimer Fahrer. Die Fahrer der neueren Landrovers, vornehmlich die „Eisdielen“ und „Einkaufsautos“ (vor allem die mit einem Z im Kontrollschild) grüssen nicht.

Was heisst das nun?

16386892_1627118700648691_2560068677949068487_n Eigentlich ist das ja kein Thema. Dementsprechend: Grüsst Euch, seid freundlich zueinander und befolgt einfach das Landy Gesetz: Helft liegen gebliebenen Landrovern, grüsst Euch und sprecht Euch mit Du an, parkt nebeneinander und geniesst das Auto. Eigentlich kein Thema. Oder doch? Damit sei die Diskussion eröffnet. Ich hol schon mal Chips und Bier.

Spielkind

Des einen Freud, des andern Leid. Schnee und Kälte sind schon schön, im Schnee zu spielen noch viel schöner. Also wird der Dicke in den Schnee gefahren. Schön war’s

Upgrade 1

Die Zeit war reif. Ein Upgrade am Landy war fällig. Mehr Grip und saubere frische Luft mussten her. Also, auf zu Buffy und seiner Offroad Werkstatt

Da der Winter mit grossen, kalten Schritten nahte und die Pneu schon recht abgefahren, mussten neue Gummis ans Auto. 

Glücklicherweise hatte Buffy einen Satz neue Pneu als Occassion. Frisches Gummi traf auf schwarze Stahlfelgen, ein komplettes neues Gesicht für den schmucken Landy. Denn bisher waren die Felgen im klassischen Weiss, aber wenn schon neu, dann richtig.

Vorher: 

Nachher: 

Bei der Gelegenheit konnte ich auch noch einen Mantec Schnorchel günstig erstehen. Und los ging’s, Buffy durfte Bohrmaschine und Schlagschrauber zücken.

Das Zahnarzt-Syndrom

Doch kaum hochgehoben fing das „Desaster“ an:

  • ABS Sensoren waren locker, daher also das merkwürdige Bremsgehabe
  • Wenig Fett an der Welle
  • Handbremse etwas locker
  • Korrosion

Alles also Kleinkram. Dennoch war es wie beim Onkel Doc, eins kommt zum anderen. 

Nächster Schritt: Hohlraumversiegelung im Frühjahr. Und, wenn es geht, ein wenig mehr Lagerfläche auf dem Dach.

To Diesel or not to Diesel

Spannend, wie zum Teil emotional die Debatte um Additive für Treibstoff geführt wird. Genauer gesagt geht es um Zweitaktöl, dass je nach Meinung alle 1-2 Tankfüllungen oder erst alle 3-4 Tankfüllungen in unterschiedlichsten Dosieren dem Dieseltreibstoff beigemischt werden sollte. Ziel: Eine bessere Schmierung im Motor des Landrovers.

Wenn ich das richtig verstehe, dann ist das Humbug. Halt, nein, nicht ganz. Bei moderneren Motoren ja, bei älteren unter Umständen nützt das sogar.

Fazit für mich: Bei mir kommt kein Zweitaktöl in den Tank. Eher das Premium-Diesel. Aber dazu später mehr.

Aber hier die Quellen, auf die ich mich beziehe:

Das Landy-Feeling

Es ist schon ein spezielles Gefühl, wenn man mit zahlreichen anderen Landy-Fahrern und Landrover Fans einen gemeinsamen Abend verbringen darf. Allein wegen der vielen Offroader ist das ein wahrer Augenschmaus.

Da stehen die Schönheiten. Mit und ohne Dachzelt, aber alle mit Liebe eingeparkt.

Für mich als Landy-Neuling war das Offroad Wochenende bei Buffy eine tolle Erfahrung. Denn neben den Menschen, die ich kennenlernen durfte, war es einfach auch ein super Gefühl, dabei zu sein und zu zuhören, mit ihnen über dies und das zu diskutieren. Natürlich schwirren mir jetzt zahlreiche Ideen zum Ausbau und zur Weiterentwicklung des Landys in Kopf herum. (Ob und welche ich verfolge, das wird das Konto bestimmen.) Und natürlich wird meine Unerfahrenheit in der Offroader Szene (milde lächelnd) zur Kenntnis genommen. Meine Güte, da sassen aber auch viele Jahre Offroad-Erfahrung am Tisch.

Beeindruckend war vor allem aber das Gefühl, allein wegen des gemeinsamen Interesses, schlicht und ergreifend eine mega spannende Gruppe kennengelernt zu haben. Denn egal, ob ich mit meinem Landy an Offroad Trials mitmache oder nicht, ob ich ein Dachzelt habe oder nicht, man ist dabei und man redet mit jedem auf eine extrem respektvollen Art und Weise. Man philosophiert über alles Mögliche – natürlich auch über DAS Auto – und geniesst eine tolle Zeit am Lagerfeuer.

An dieser Stelle: Buffy, High5-Team, Danke Euch für den tollen Anlass und die Gastfreundschaft! Bis demnächst.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.